wir stellen auf der konferenz in solothurn einen zugang zum thema „produktive wissensarbeit“ vor…
beschreibung: http://www.wm-konferenz2009.org/workshops/ProduktiveWissensarbeit.php
zum inhalt des workshops:
WM 2009 Solothurn (25.03.-27.03 2009)
Titel: Produktive Wissensarbeit
Folgende formale Übersicht soll eine Eingrenzung und Konzentration zu den angebotenen Themen geben:
Zugrunde liegende Schlagwörter:
Managementpraktiken, Steuerungsmechanismen, Führungsmechanismen, Attraktivität für Wissensarbeiter, Modelle der Förderung von WM
Unsere Zielsetzung:
• Messung, Steigerung und Gestaltung effizienter Wissensarbeit
• Definition v. Rahmenbedingungen der Führung von Wissensarbeitern
Gewählte Schwerpunkte:
…Welche Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein, damit ein Standort
für wissensintensive Organisationen bzw. Wissensarbeit attraktiv wird?
…Was sind die wesentlichen Methoden für die Steigerung der Produktivität und der Entwicklung von Wissensarbeitern?
…Können Wissensarbeiter geführt werden, und wenn ja wie?
These: Produktive Wissensarbeit
Seit Peter Drucker im Jahre 1969 das Konzept WissensarbeiterInnen auszuarbeiten, rücken diese immer mehr in den Blickpunkt von Management und Führung. WissensarbeiterInnen sind einerseits sperrig, weil sie eigene (inhaltliche) Ziele verfolgen, die mit den Unternehmenszielen schwer in Einklang gebracht werden können. Gleichzeitig besitzen WissansarbeiterInnen mehr Macht als andere Angestellte, weil sie Know How besitzen, das sie nicht immer (gerne) hergeben – auch untereinander nicht. Produktionsprozesse mit WissensarbeiterInnen sind deswegen oft konfliktreich und lassen in ihrer Produktivität zu wünschen übrig.
Wir stellen ein Management-Verfahren vor, das für Arbeitsbedingungen von und für WissensarbeiterInnen entwickelt wurde. Das Orbital-Verfahren entspricht dem Ergebnis von über zehn Jahren Forschung. WissensarbeiterInnen sind dann produktiv, wenn sie miteinander (möglichst rasch) 3 Schwellen überwinden können:
• Auswahl Struktur gebender Pläne
• Verantwortungsteilung
• Gemeinsame Reflexion für den Arbeitsprozess
Die Auswahl Struktur gebender Pläne ist deswegen schwierig, weil jede WissensarbeiterIn SpezialistIn ist und deswegen einen eigenen Workflow im Hinterkopf hat. WissensarbeiterInnen denken zunächst nur an ihren eigenen, notwendig zu beachtenden Workflow. Es braucht Verständnis für die anderen Workflows.
Verantwortungsteilung fällt deswegen schwer, weil in Unternehmen historisch Verantwortungen zugewiesen wurden, so dass, was Verantwortungsübernahme betrifft, wenig Kultur vorhanden ist. Auf die Notwendigkeit der Verantwortungsübernahme muss hingewiesen werden (Cultural Change).
Die gemeinsame Reflexion ermöglicht in einer Schleife die gewonnen Gruppenstrukturen zu sichern und auf ihre Tauglichkeit wiederholt zu überprüfen. Häufig müssen beschlossene Vorgangsweisen modifiziert werden. Reflexionen ermöglichen frühzeitiges Erkennen von Fehlläufen.
Das Orbital-Verfahren gibt dabei Anleitungen für WissensarbeiterInnen und ManagerInnen, die heterogene Teams von SpezialistInnen zu leiten haben. Das Orbital-Verfahren ermöglicht Analyse der Arbeitsprozesse und gibt eine schrittweise Vorgangsweise vor. Die Produktivität der WissensarbeiterInnen steigt stark an, Konflikte reduzieren sich auf Sachauseinandersetzungen.
Das Orbital-Verfahren ist in folgender Publikation vorgestellt: Kana, Robert; Gucher, Jeanny (2006): The Pentagon Challenge. Das Management des Ausnahmezustands. Wien: Manz.